Liparische Inseln
Die Liparischen Inseln bestehen aus sieben Inseln vulkanischen Ursprungs im Norden Siziliens. Unsere einzige organisierte Tour führte uns zu den Inseln Vulcano und Stromboli. Der Bus holte uns am
Hotel ab und sammelte auch die anderen Touristen an ihren Unterkünften nach und nach ein. Dann ging es auf die Autobahn über Messina nach Milazzo im Nord-Osten Siziliens. Hier starten die
Schnellboote zu den Liparischen Inseln. In etwa einer dreiviertel Stunde erreichten wir Vulcano, wo wir 2,5 Stunden Aufenthalt hatten.
 Foto: Schwefelfelsen auf Vulcano
Der Name der Insel wird für alle feuerspuckenden Berge auf der Welt verwendet. Vulcano besteht aus drei
Vulkanen, von denen zwei schon lange erloschen sind. Einer, der Gran Cratere, war vor mehr als 100 Jahren zuletzt ausgebrochen. An seinem Hang gibt es Schwefelausblühungen zu sehen und zu
riechen! In der Nähe des Hafens baden viele Touristen in warmem Schwefelschlamm in der Hoffnung auf seine gesundheitsfördernde Wirkung. Nach weiteren 1,25 Stunden schneller
Bootsfahrt kamen wir am Stromboli an, den unser Schiff umrundete, bevor es an der Mole anlegte.
 Foto: Stromboli
Der Stromboli ist ein ständig aktiver Vulkan. Am Tage sieht man nicht viel mehr als weiße Rauchwolken. Jedoch abends bzw.
nachts kann man alle 15 Minuten Lavaausbrüche beobachten. Nach den schnellen und ziemlich schwankenden Boots-Fahrten war ich bereits etwas angeschlagen (Während der
Tour schleuderte es einen Mitreisenden so an die Kabinenwand, dass das Objektiv seines Fotoapparates zerbrach!). Während das Schiff an der Mole ankerte, gab es vor
der Abfahrt Abendessen bei leichten, aber sehr eintönigen Wellen-Bewegungen. Anschließend fuhren wir noch zu einem 2 Kilometer vor der Küste liegendem Felsen
mit Leuchtturm. Als es dann richtig dunkel wurde, brachte uns das Boot in Beobachtungsposition, sollte so etwa eine Stunde lang bei sehr starken Schaukelbewegungen "verharren" und uns
damit vier Ausbrüche des Stromboli präsentieren. Leider klappte pünktlich zum ersten Ausbruch (den ich gerade noch erkennen konnte) mein Kreislauf zusammen. Bis wir eine Stunde vor
Mitternacht wieder in Milazzo anlegten verbrachte ich einige der schlimmsten Stunden meines Lebens. Deshalb kann ich hier auch leider kein einziges Foto von diesem schönen Naturschauspiel zeigen.
 Foto: Lavaseite des Stromboli
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Foto: Vulcano
Tindari
Am vorletzten Urlaubstag unternahmen wir unseren letzten Ausflug nach Tindari, in etwas weniger als einer Stunde über Messina, Milazzo zu erreichen. Auf einer Anhöhe über dem Meer liegen hier Ruinen
der antiken Stadt Tyndaris. Zu sehen gibt es Reste einer Basilika und einer römischen Villa sowie ein schönes griechisches Theater aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Lohnenswert ist
außerdem die Besichtigung der Wallfahrtskirche mit einer schwarzen Madonna. Vom Kirchplatz aus hat man einen schönen Blick auf das Mare Secco, das trockene Meer, das eine schöne Lagune ist.
 Foto: Tindari
Patti
Etwa 10 Kilometer westlich von Tindari befindet sich die Stadt Patti. Hier fand man beim Autobahnbau die Reste einer römischen Villa. Diese bietet wie die Villa Casale bei Piazza Armerina
Fußbodenmosaiken, aber auf noch mehr Grundfläche. Zurzeit ist jedoch noch nicht allzu viel davon zu sehen: Die Ausgrabungen und Rekonstruktionen haben erst begonnen.
 Foto: das Mare Secco bei Tindari
Baden
Das Caesars Palace Hotel hat einen sehr schönen und großen Schwimmingpool. Hier verbrachten wir einen Faulenzer-Nachmittag. Wir baden lieber im Meer. Das Caesars
Palace liegt zwar nicht am Meer, aber es fährt regelmäßig ein Shuttle-Bus die Hotelgäste kostenlos an den Hotel-Strand. Der Strand ist sehr sauber und verfügt über ausreichend Liegestühle und
Sonnenschirme, die für Hotelgäste ebenfalls kostenlos bereitstehen. Das Wasser in der Bucht von Giardini-Naxos ist auch sehr sauber.
 Foto: griechisches Theater in Tindari
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